Meine Verbindung zum Klavier begann schon in meiner Kindheit. Ich spielte selbst Klavier und hatte ein eigenes Instrument zu Hause. Und genau dieses Klavier sorgte dafür, dass ich sehr früh auch mit dem Klavierstimmen in Berührung kam.

Das war 1978. Ich war 13 Jahre alt und stellte fest, dass unser Klavier verstimmt war. Also fragte ich meinen Vater, ob wir es einmal wieder stimmen lassen könnten.

Einige Zeit später legte er mir einen Klavierstimmschlüssel und eine Stimmgabel auf den Tisch. Für einen Klavierstimmer hätten wir kein Geld, erklärte er mir – also müsse ich es selbst machen.

Damit hatte ich nicht gerechnet. Aber genau so fing es an.

Natürlich war das, was ich mit 13 Jahren machte, noch weit von der Qualität entfernt, mit der ich heute arbeite. Doch ich beschäftigte mich weiter damit und stimmte später auch immer wieder Klaviere im privaten Umfeld. Aus den ersten Versuchen eines Jugendlichen wurde über die Jahre eine Erfahrung, die mich nun schon seit Jahrzehnten begleitet.

Das Klavier habe ich dabei nie nur aus der Sicht des Klavierstimmers kennengelernt. Ich spiele selbst, war über zehn Jahre als Klavierlehrer tätig und bin bis heute als Musiker aktiv.

Inzwischen habe ich fünf eigene Musikalben aufgenommen und produziert. Dabei beschäftigt man sich sehr intensiv mit Klang, Tonfarben, Balance und der Wirkung von Musik. Diese Erfahrung prägt natürlich auch mein Hören am Klavier.

Musik nimmt seit meiner Kindheit einen großen Raum in meinem Leben ein. Und das Klavier begleitet mich dabei bis heute – als Spieler, als Musiker und als Klavierstimmer.